SAP Cloud Migration: Das müssen Sie vor der Umstellung wissen
Welche Systeme müssen in die SAP Cloud, welche werden weiterhin On-Premises betrieben und welche Verbindungen zu anderen Systemen müssen nach der Umstellung weiter funktionieren?
Vor einer SAP Cloud Migration müssen IT-Verantwortliche klären, wie die bestehenden Daten übernommen, welche Schnittstellen angepasst und welche selbst programmierten Funktionen weiterhin benötigt werden.
Werden solche Punkte erst während der Umsetzung betrachtet , kommen zusätzliche Anpassungen, Abstimmungen und Tests hinzu. Das bindet interne Ressourcen und kann bereits geplante Projektphasen verschieben.
In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie vor einer SAP Cloud Migration über Systeme, Schnittstellen, Daten und Zuständigkeiten klären sollten und wie Sie die Umstellung darauf aufbauend planen.
Das Wichtigste in Kürze zur SAP Cloud Migration: Eine SAP Cloud Migration beginnt mit der Analyse der bestehenden Systemlandschaft. Sind Systeme und Abhängigkeiten erfasst, lässt sich daraus die Zielarchitektur für die weitere Migrationsplanung ableiten. Ergeben sich während der Migration zusätzliche Anforderungen an Schnittstellen, Daten oder Zuständigkeiten, entstehen weitere Abstimmungen und Tests. Dadurch werden interne Ressourcen länger gebunden können sich verschieben. Fehlen intern Kapazitäten oder Erfahrung für einzelne Projektphasen, kann ein SAP-Berater Aufgaben von der Analyse bis zur technischen Umsetzung übernehmen. Klare Zuständigkeiten reduzieren dabei den Abstimmungsaufwand für das interne SAP-Team.
1. Was ist eine SAP Cloud Migration und warum ist die Vorbereitung wichtig?
Bei einer SAP Cloud Migration werden SAP-Systeme oder einzelne Anwendungen aus einer On-Premise-Umgebung in eine Cloud-Umgebung überführt. Dabei müssen auch die zugehörigen Daten übertragen und Verbindungen zu anderen Systemen für die neue Umgebung berücksichtigt werden.
Die Migration ist deshalb mehr als ein technischer Umzug. Vor der Umsetzung muss beispielsweise geklärt werden, welche Systeme in die Cloud wechseln, welche außerhalb der Cloud weiterlaufen und wie die benötigten Verbindungen zwischen den Systemen künftig funktionieren.
Deshalb sollte die SAP Cloud Migration mit einer Analyse der bestehenden Systeme, ihrer Verbindungen untereinander beginnen.
2. Warum die Voranalyse am Anfang der SAP Cloud Migration steht
SAP-Systeme werden über Jahre erweitert und mit weiteren Anwendungen verbunden. So kann ein Geschäftsprozess Daten aus einem anderen System benötigen, über eine Schnittstelle Informationen weitergeben oder eine zusätzlich programmierte Funktion nutzen. Vor der Migration muss deshalb klar sein, welche Systeme und Funktionen miteinander verbunden sind.
Bei der Voranalyse wird geprüft, welche Systeme Daten austauschen, über welche Schnittstellen sie verbunden sind. So wird früh sichtbar, welche Verbindungen auch nach der Migration funktionieren müssen und deshalb in die Planung gehören.
Ergeben sich während der Migration zusätzliche Anforderungen an die Verbindung zu anderen Systemen, müssen die betroffenen Schnittstellen entsprechend angepasst und getestet werden. Das kann den technischen Aufwand und den Abstimmungsbedarf innerhalb des Projekts erhöhen.
Die Ergebnisse der Voranalyse bilden die Grundlage für die Zielarchitektur. Erst wenn Systeme und Abhängigkeiten erfasst sind, lässt sich festlegen, welche Komponenten migriert, verändert oder weitergenutzt werden.
3. Wie soll die SAP-Cloud-Landschaft nach der Migration aussehen?
Nach der Voranalyse steht fest, welche Systeme und Komponenten bestehen und wie sie zusammenhängen. Darauf baut die Planung der Zielarchitektur auf. Sie beschreibt den zukünftigen Aufbau der SAP-Landschaft und legt fest, welche Systeme und Funktionen in die Cloud überführt werden, welche Komponenten bestehen bleiben und welche verändert werden.
Aus der Zielarchitektur ergibt sich der Umfang der Migration. Für IT-Verantwortliche ist damit klar, welche Systeme und Änderungen Teil des Projekts sind und welche Ressourcen dafür eingeplant werden. Dabei wird auch geprüft, welche Änderungen im Laufe der Jahre am SAP-System vorgenommen wurden. Dazu gehören etwa zusätzliche Funktionen, eigene Auswertungen oder Änderungen an bestehenden Abläufen. Für die Zielarchitektur ergibt sich, welche davon weiterhin benötigt und in der neuen SAP-Umgebung berücksichtigt werden müssen.
Soll ein System nicht in die Cloud überführt werden, wird in dieser Phase geklärt, ob und wie es künftig in die SAP-Landschaft eingebunden bleibt.
Mit der Zielarchitektur ist klar, welche Systeme und Funktionen in die neue Umgebung überführt werden. Im nächsten Schritt werden die dazugehörigen Daten geprüft und für die Migration vorbereitet.
4. Sind die Daten bereit für die Migration in die SAP Cloud?
Mit der Zielarchitektur steht fest, welche Systeme und Funktionen künftig in der SAP Cloud genutzt werden. Daraus ergibt sich, wie die Daten dieser Systeme und Prozesse in die neue SAP-Umgebung überführt werden.
Im ersten Schritt werden die vorhandenen Daten geprüft. Veraltete oder nicht mehr benötigte Datensätze werden identifiziert, Dubletten entfernt und widersprüchliche Daten bereinigt. Bekannte Fehler gelangen dadurch nicht ungeprüft in die neue SAP-Umgebung.
In einer Testmigration wird geprüft, ob die vorgesehenen Daten vollständig in der neuen Umgebung ankommen und dort verarbeitet werden.
Fehlen Datensätze oder werden Daten nicht wie vorgesehen übernommen, fällt dies vor dem Go-live auf und kann korrigiert werden. Anschließend prüfen die zuständigen Fachbereiche, ob die migrierten Daten für die vorgesehenen Geschäftsprozesse vollständig zur Verfügung stehen.
5. Wie wird die SAP Cloud Migration im Unternehmen organisiert?
Neben Systemen und Daten müssen vor der Migration auch die Zuständigkeiten geklärt werden. Wer prüft die zu übertragenden Daten? Wer gibt Änderungen an bestehenden Abläufen frei? Wer führt Tests durch und wer entscheidet bei technischen Problemen? Vor der Umsetzung wird festgelegt, welche dieser Aufgaben das interne Team und welche ein externer SAP-Partner übernimmt.
Dabei läuft das Tagesgeschäft für SAP-Verantwortliche und Fachbereiche weiter. Wer neben dem laufenden Betrieb Daten prüfen, Tests begleiten oder technische Fragen klären soll, benötigt dafür eingeplante Zeit. Reichen die internen Kapazitäten nicht aus, können einzelne oder eine Vielzahl an Aufgaben an einen externen Partner übertragen werden.
Verändern sich durch die Migration bestehende Abläufe, müssen auch die betroffenen Mitarbeitenden darauf vorbereitet werden. Müssen Daten künftig anders erfasst, geprüft oder freigegeben werden, sollten die neuen Schritte vor dem Go-live bekannt und geschult worden sein.
Fehlt diese Vorbereitung, bleiben während der Migration Entscheidungen liegen oder Tests verzögern sich. Nach dem Go-live können falsch ausgeführte Arbeitsschritte zusätzlichen Klärungs- und Korrekturaufwand verursachen, wenn Abläufe und Zuständigkeiten im Vorfeld nicht ausreichend abgestimmt wurden.
6. Welche Probleme können bei einer SAP Cloud Migration entstehen?
Fehlen Informationen zur bestehenden Systemlandschaft, bleibt die Zielarchitektur offen oder sind Daten nicht ausreichend geprüft und Zuständigkeiten nicht ausreichend geklärt, zeigen sich die Folgen häufig erst während der Migration. Bereits geplante Arbeitsschritte müssen dann angepasst und zusätzliche Aufgaben in das laufende Projekt aufgenommen werden.
- Projektphasen verschieben sich: Zeigt sich erst während der Umsetzung, dass eine Schnittstelle für die neue SAP-Umgebung angepasst werden muss, kommen zusätzliche Anpassungen und Tests hinzu. Dadurch verlängert sich die laufende Projektphase und nachfolgende Arbeiten starten später.
- Der Projektaufwand steigt: Zusätzliche Arbeiten binden interne SAP-Teams und externe Beteiligte über den ursprünglich geplanten Umfang hinaus. Besonders interne Verantwortliche müssen diese zusätzlichen Aufgaben parallel zum laufenden Tagesgeschäft übernehmen.
- Daten müssen nachträglich korrigiert werden: Fehlerhaft oder unvollständig übertragene Daten erfordern zusätzliche Prüfungen und Nacharbeiten. Betroffene Fachbereiche müssen Daten korrigieren, bevor sie in den vorgesehenen Geschäftsprozessen verwendet werden können.
- Schnittstellenprobleme unterbrechen bestehende Prozessketten: Funktionieren Verbindungen zu angebundenen Systemen nach der Migration nicht wie geplant, werden Daten nicht vollständig übertragen oder stehen nicht dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden. Dadurch können einzelne Prozessschritte nicht durchgängig im System ausgeführt werden.
- Der Aufwand für Fehlerbehebung bleibt nach dem Go-live bestehen: Funktionieren Schnittstellen und die darüber laufende Datenübertragung nicht wie vorgesehen, muss die interne IT die Ursachen prüfen und Fehler beheben. Bis dahin müssen Fachbereiche fehlende oder falsche Daten teilweise manuell korrigieren oder zusätzliche Arbeitsschritte übernehmen.
7. Worauf sollten Sie bei der Wahl einer SAP-Beratung für die Cloud Migration achten?
Die Vorbereitung einer SAP Cloud Migration umfasst technische und organisatorische Aufgaben. Bei der Auswahl eines SAP-Partners zählen deshalb neben SAP-Kenntnissen auch Projekterfahrung, Prozessverständnis und die Fähigkeit, Planung und technische Umsetzung miteinander zu verbinden.
Achten Sie bei der Auswahl auf folgende Kriterien:
- Erfahrung mit gewachsenen SAP-Landschaften: Ein erfahrener Partner erkennt relevante Abhängigkeiten früh und berücksichtigt sie bereits bei der Festlegung des Projektumfangs.
- Technisches Verständnis und Prozesskenntnis: Ein SAP-Partner betrachtet nicht nur die zu migrierenden Systeme, sondern auch die Abl äufe dahinter. Werden etwa Daten über eine Schnittstelle an ein anderes System übertragen, muss dieser Austausch auch nach der Migration funktionieren.
- Blick über die einzelne Aufgabe hinaus: Auch angrenzende Systeme, Prozesse und technische Zusammenhänge werden berücksichtigt, wenn sie für die weitere Umsetzung relevant sind.
- Realistische Planung von Aufwand und Terminen: Projektumfang, Systemlandschaft und verfügbare Ressourcen fließen in die Planung ein. Projektphasen und Termine richten sich nach dem tatsächlichen Aufwand.
- Beratung, Projektmanagement und technische Umsetzung: Deckt ein Partner mehrere Projektphasen ab, sind Planung und Umsetzung aufeinander abgestimmt. Feste Ansprechpartner reduzieren zusätzlich den Abstimmungsaufwand mit interner IT und Fachbereichen.
aplicado begleitet Unternehmen bei SAP-Projekten von der ersten Analyse bis zur technischen Umsetzung. Bei einer SAP Cloud Migration kann das Team die bestehende SAP-Landschaft analysieren, das Projekt planen und koordinieren sowie notwendige Anpassungen und Programmierungen umsetzen. Je nach Bedarf übernimmt aplicado das gesamte Projekt oder unterstützt gezielt in einzelnen Bereichen.
8. So begleitet aplicado die SAP Cloud Migration
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Neben dem zu migrierenden SAP-System werden auch die damit verbundenen Systeme und Schnittstellen betrachtet. Werden etwa Daten an ein anderes System übertragen, wird geprüft, ob diese Verbindung auch nach der Migration weiter funktioniert oder angepasst werden muss.
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Die Unterstützung endet nicht bei einer Empfehlung. Je nach Projektumfang umfasst sie auch Projektplanung, Koordination, technische Änderungen und Programmierung. Dadurch fließen Entscheidungen aus der Planung direkt in die technische Umsetzung ein.
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Vor der Migration wird geprüft, welche Systeme in die Cloud wechseln und welche im bisherigen Systemumfeld weiterbetrieben werden. Bleibt ein System bestehen, muss geklärt werden, wie es künftig Daten mit der neuen SAP-Umgebung austauscht. Auch zusätzlich programmierte Funktionen oder Auswertungen werden darauf geprüft, ob sie weiterhin benötigt werden. So steht vor der Umsetzung fest, was migriert, angepasst oder weiterbetrieben werden muss.
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Auf Basis der analysierten Systemlandschaft werden Projektphasen und Termine am Umfang der Migration ausgerichtet
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Welche Aufgaben intern bleiben und welche extern übernommen werden, wird für das jeweilige Projekt festgelegt. Direkte Ansprechpartner und gemeinsam abgestimmte Entscheidungen reduzieren zusätzliche Übergaben und den Koordinationsaufwand auf Kundenseite.
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9. Fazit: Vor der SAP Cloud Migration steht die Planung
Vor der technischen Umsetzung muss feststehen, welche Systeme migriert, welche Schnittstellen angepasst und welche Aufgaben intern oder extern übernommen werden. Erst wenn feststeht, welche Systeme in die Cloud wechseln, welche Schnittstellen angepasst werden, welche Daten übertragen werden und wer die jeweiligen Arbeiten übernimmt, lässt sich die Umsetzung verlässlich planen.
Werden diese Punkte vorab geklärt, müssen notwendige Arbeiten nicht erst während der Migration ergänzt und bereits geplante Projektphasen angepasst werden. Gleichzeitig wird deutlich, welche Arbeiten das interne SAP-Team übernehmen kann und wo externe Unterstützung erforderlich ist.
Fehlen intern Zeit oder Erfahrung für einzelne Arbeiten, kann ein SAP-Partner Planung, Tests oder technische Umsetzung übernehmen und das interne Team im Projekt entlasten.
Lassen Sie Ihre SAP Cloud Migration auf Basis Ihrer bestehenden Systemlandschaft planen und
nehmen Sie jetzt Kontakt zu aplicado auf!
10. FAQ: Häufig gestellte Fragen zur SAP Cloud Migration
Wie lange dauert eine SAP Cloud Migration?
Welche Kosten entstehen bei einer SAP Cloud Migration?
Wie lässt sich der laufende SAP-Betrieb während der Migration berücksichtigen?
Was gehört zur Vorbereitung des Go-live bei einer SAP Cloud Migration?
Müssen bestehende SAP-Anpassungen in die Cloud übernommen werden?